Wie BPI M1 sinnvoll nutzen in 2020?


  • Hallo in die Runde 🙂

    Auf der Suche nach einem deutsch sprachigen Forum bin ich auf dieses hier gestoßen. Ist nicht einfach, sowas zu finden.
    Mit PC-Hardware und Windows habe ich schon viele Jahre zu tun (anno 1986 oder so), aber mit SBC und Linux habe ich mich noch nie wirklich befasst, bin auf diesem Gebiet also blutiger Anfänger.

    Kürzlich fiel mir ein Banana Pi M1 in die Hände, inkl. schickem transparenten Gehäuse, guter SD-Karte, dem speziellen SATA-Adapterkabel und einem 3 Amp Netzeil. Seltsam nur, dass der Stromanschluss am BPI M1 für SATA keinen Strom raus schickt, aber dafür Strom entgegen nehmen kann. Also versorge ich die HDD per anderer 5Volt Quelle und damit auch gleich den BPI, so dass der Mikro-USB-Port nicht benötigt wird. Davon abgesehen scheint dieser SBC zu funktionieren. Ich finde den SATA-Port attraktiv und dachte darum an einen kleinen Proxyserver, vielleicht auch Dateiserver (OMV). Wäre schön, wenn auch das Pi-Hole vielleicht künftig darauf liefe, dann wäre mein RPI 3B, wo das Pi-Hole aktuell läuft, wieder frei für Anderes, z.B. um weiter in die Welt der SBC vorzudringen.

    Das Angebot an Images für den betagten M1 finde ich sehr überschaubar.
    Habe armdian versucht, dessen armbian-config meinen bescheidenen Linux-Kompetenzlevel sehr entgegen kommt. Mittels Script nand-sata-install konnte ich sogar eine HDD einbinden.
    Im Menü wird sogar das Pi-Hole angeboten, aber dessen Installation versagt - sehr schade!
    Und ab diesem Punkt bin ich auf Foren angewiegen ...

    Weiß jemand hier, ob auf einem anderen Image die Installation des Pi-Hole möglich ist?
    Warum ich nicht in Foren für das Pi-Hole frage? Weil dort 99% englisch geschrieben wird! @:-(


  • Willkommen!

    Ein BananaPi ist jetzt echt schon ein paar Tage alt, aber gut, wenn er rumliegt kann man ihn ja auch benutzen 😉

    PI-Hole kann man auch als Docker Container laufen lassen. Ok, als Einsteiger evt. nicht das Einfachste für den Einstieg.
    https://pi-hole.net/

    Man kann das aber auch einfach mit unbound machen, ein DNS-Server. Dazu ein Script, was ein paar Blocklisten runter lädt und lässt das Täglich aktualisieren. Hier mal mein Ansatz, der jetzt schon verdammt lange auf meinem Wireguard Server läuft.
    https://forum.frank-mankel.org/topic/629/unbound-werbeblocker

    Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten. Hast Du zu dem eigentlichen Problem, denn mal etwas Handfestes? Fehlermeldung usw.

    Viel Spaß in der Welt der SBC's


  • Hallo Frank
    Meine Versuche und Dein Posting haben sich zeitlich überlappt. Habe während dessen Pi-Hole ans laufen gekriegt. Das Problem war, dass die Installation von pi-hole abgebrochen wurde, weil das Script das Betriebssystem nicht erkannte. Die kurz aufblitzende Meldung wude aber von der Maske von armbian-config überdeckt bzw. überschrieben.
    Auf dem Portal von pi-hole stieß ich auf die Instalations-Befehlszeile, die mit curl beginnt. Dies gab ich dann per CLI ein und konnte die Fehlermeldung am Ende sehen. Zusätzlich gab es auch gleich einen Tip, wie man den Check nach dem Betriebssystem überspringen kann. Danach ließ pi-hole sich ohne Probleme installieren. Bleibt noch übrig, die individuellen White/Black-Listen vom alten Pi-Hole (auf dem R-PI) irgendwie rüber zu holen.

    Als nächstes habe ich Transmission installiert und naiver Weise den Vorschlag akzeptiert, auch gleich die Armbian-Torrents zu aktivieren. Schlagartig waren über 570 Torrents in der Liste, die meine 500 GB HDD zu 400 Gb belegt hätten. (Wer lesen kann ... Nunja, es ist schon spät in der Nacht.) Transmission ist im LAN von anderen PCs aus ansprechbar. So weit, so gut.

    Der Test mit OMV schlug fehl. Es wurde zwar installiert, aber zeigt sich nicht im LAN. Ist nicht schlimm, war nur ein Versuch aus Neugierde. Eigentlich habe ich als Fileserver meine alten Synology-NAS hier herum stehen.
    Thema (Docker-) Container ... davon habe ich nur mal gehört, sowas soll aber angeblich deutlich mehr Ressourcen belegen, oder? Falls dem so ist, dann ist das eh nix für eine Sparbüchse wie den B-PI M1.

    Offen bleibt auf meinem armbian ein Problem mit der Swap-Partition. Habe auf der SATA-Platte eine kleine Partition (sda1) vorbereitet und auch als Typ Swap markiert. Mangels tieferem Wissen habe ich als Größe 2 GB gewählt. Automatisch will armbian diese Partition aber nicht einbinden und ignoriert sie. Hier könnte ich noch etwas Hilfestellung gebrauchen. Muss ich in Richtung fstab suchen oder wäre das ein Holzweg?
    Die Daten-Partition ist übrigens sda2 mit ext4 und belegt den großen Rest der 500er HDD.


  • Zu swap, du bootest von einer SD-Karte? Die HDD wird unter armbian doch nur als Root-Device eingebunden?

    Zeig mal

    sudo blkid
    

    und

    sudo df -h

  • Ja, der M1 kann nur von SD-Karte booten, habe ich irgendwo gelesen. Habe eine lahme 2 GB Karte dafür abgestellt, denn der Rest passiert ja auf HDD ... soll es jedenfalls. 🙂
    Wenn nur transmission und pi-hole laufen, war kein swappen zu sehen; aber als OMV installiert wurde, zeigte mir htop ein paar MB im swap an.
    (Weil ssh für mich noch viel zu kompliziert ist, gehe ich der Einfachheit halber per telnet auf den BPI. Irgendwas scheint da mit den Umlauten auch nicht zustimmen, seufz.)

    lucky@B-PI-M1-OMV:~$ sudo blkid
    [sudo] Passwort f r lucky:
    /dev/mmcblk0p1: UUID="b9aab7c3-0044-4a25-96c2-0ffda49eaea0" TYPE="ext4" PARTUUID="8643f42e-01"
    /dev/sda1: UUID="a14670ca-8bc3-4558-9396-fbffa08ca9d6" TYPE="ext4" PARTUUID="a3dda959-3b32-4803-b588-04c95354148f"
    /dev/sda2: UUID="347e2590-ea3e-4d66-8d27-a189a46f08ef" TYPE="ext4" PARTUUID="8725fa37-f2c8-4e99-b9c7-99a4297a6755"
    /dev/zram0: LABEL="log2ram" UUID="bdf547a0-c19e-4174-8beb-af6a3081121b" TYPE="ext4"
    /dev/mmcblk0: PTUUID="8643f42e" PTTYPE="dos"
    /dev/zram1: UUID="ad1b5015-433f-4be9-a6db-59829759122f" TYPE="swap"
    lucky@B-PI-M1-OMV:~$
    
    
    lucky@B-PI-M1-OMV:~$ sudo df -h
    [sudo] Passwort f r lucky:
    Dateisystem    Gr  e Benutzt Verf. Verw% Eingeh ngt auf
    udev            441M       0  441M    0% /dev
    tmpfs           100M    4,3M   95M    5% /run
    /dev/sda2       456G    4,9G  428G    2% /
    tmpfs           496M    248K  496M    1% /dev/shm
    tmpfs           5,0M    4,0K  5,0M    1% /run/lock
    tmpfs           496M       0  496M    0% /sys/fs/cgroup
    tmpfs           496M    8,0K  496M    1% /tmp
    /dev/mmcblk0p1  1,7G    1,1G  595M   64% /media/mmcboot
    /dev/zram0       49M    6,4M   39M   15% /var/log
    tmpfs           100M       0  100M    0% /run/user/1000
    lucky@B-PI-M1-OMV:~$
    

    Wenn das OS gebootet wird, flitzt eine rot eingefärbte Zeile vorbei, wo ein gescheitertes mounten von swap gemeldet wird.

    Übrigens muss über Nacht irgendwas passiert sein. Per Web-Interface auf Port 80 war heute morgen auf einmal statt pi-hole der OMV erreichbar, dafür scheint pi-hole auf dem BPI nicht mehr zu funktionieren. Habe vom OMV das web-interface sicherheitshalber auf Port 8082 gelegt, doch pi-hole ist wohl abgetaucht.
    Hm, ob es klüger wäre, nochmal ganz von Vorne zu beginnen?


  • Ich habe mir erlaubt, deinen Beitrag zu editieren. Kann man so besser lesen 😉 Code bitte 4 Stellen einrücken.

    Da das Betriebssystem, bis auf Root, auf der SD-Karte liegt benutzt Armbian zum Loggen und Swappen zram, also den internen RAM des BPI. Wenn man das nun ändern wollte, müßte man zram ausschalten und den swap auf die HDD umbiegen.

    Ich denke, das du da jetzt schon zu viel auf einmal mitmachen willst. Das wird mit dem BPI schwierig.

    Ich würde mich jetzt mal auf eine Sache konzentrieren. Die dann mal vernünftig ans Laufen bekommen und dann der nächste Schritt. So habe ich das immer gemacht. Aber, jeder Mensch ist anders 🙂

    Telnet? Was das? 😁 SSH ist so furchtbar einfach....... Such die IP-Adresse des BPI.

    ip a
    

    Dann von dem externen Rechner

    ssh lucky@192.168.3.10
    

    und fertig.


  • Als ich mich mit ssh anmelden wollte, kam von ssh eine Warnung ("natürlich" auf Englisch, grrrr), dass da irgendwas nicht stimmt und man vermutet einen man-in-the-middle Angriff. Dies ist wohl ein deutliches Zeichen dafür, dass ich zu viel installiert bzw. herumprobiert habe.

    Danke dir für die Hilfestellung. Du hast Recht, erst mal mit Wenig beginnen ist besser.
    Ich werde also alles löschen und von vorne anfangen.

    Ach wäre das schön, wenn armbian nach Einstellen der gewünschten Sprache dann auch tatsächlich diese Sprache verwenden würde, also überall. Ich habe keine Scheu vor CLI, doch leider ist nur ein Bruchteil der man-pages nach deutsch übersetzt. Für Einsteiger ist dies eine weitere nervige Hürde. Habe irgendwann mal gelesen, dass man deutsche man-pages extra nachinstallieren muss. Dies sollte ich wohl zu aller erst versuchen. 🙂